Landesklinikum Weinviertel - Mistelbach, Österreich

Kunde: 
Konstruktions-Enddatum: 
Jan-2013
Software: 
Land: 
Austria

Das Projekt des Neu- und Umbaus des Landeskrankenhauses Mistelbach gilt als das zurzeit größte Krankenhausprojekt Niederösterreichs.
Das Konsortium Vamed-Alpine realisiert im Rahmen eines Betreibermodells dieses Projekt.
Die ARGE Maurer-Moser Architekten ist mit der Planung beauftragt.

Kernstück des Projekts ist der Neubau eines achtgeschossigen Gebäudes mit insgesamt ca. 27.000 m2 Bruttogeschossfläche. Der Neubau wird in die bestehende Hanglage hineingebaut, sodass sich Baugrubentiefen von bis zu 15 Metern ergeben.

Das Tragwerk besteht aus einer reinen Stahlbetonkonstruktion. Unterzugsfreie Flachdecken sowie offene, punktstützte Außenfassaden ermöglichen eine optisch ansprechende Architektur sowie eine optimale Führung der Haustechnikversorgung.

Auf dem obersten Geschoß ist der Hubschrauberlandeplatz angeordnet. Für die dadurch entstehenden Hubschrauber- Verkehrslasten wurde das Tragwerk mittels Scia Engineer entsprechend optimiert.

Der Erdbebennachweis wurde mit den Dynamik-Modulen von Scia Engineer nach dem Antwortspektrenverfahren des Eurocode 1998 geführt. Eine vom Aufwand her sinnvolle Berechnung ist bei diesem Verfahren ausschließlich mit der Methode der finiten Elemente möglich.

Einen projektspezifischen Sonderfall stellt das Fundierungskonzept dar. Die gemischte Fundierung besteht einerseits aus flachgegründeten Tiefgeschossen, andererseits aus einer Teilfundierung mittels Großbohrpfählen.

Zur Berechnung der Tiefgründung wurden mittels Scia Engineer eine Vielzahl an Varianten untersucht. Da die Tragfähigkeit des Bodens je nach Tiefe und Lage stark variierte, mussten die entsprechenden Bodenkennwerte jeweils in den ungünstigsten Fällen kombiniert werden. Dies konnte nur mit einer leistungsfähigen Software, wie es Scia Engineer ist, in einem sinnvollen Zeitrahmen realisiert werden. Das gilt auch für die oft kurz vor der Deadline herangetragenen Änderungswünsche, welche mit der Software in kürzester Zeit nachgerechnet werden konnten.

Bei der Außenfassade wurden gleichfalls mehrere Varianten durchkalkuliert. Einerseits wurde eine klassische Ortbetonfassade (Lochfassade), andererseits eine nichtragende Variante mittels vorgehängter Fertigteile erarbeitet. Die kostengünstigere Variante wurde gewählt.

Prinzipiell kann gesagt werden, dass die Vielzahl an Varianten zur Kostenoptimierung nur mit einem effizienten 3D Statikprogramm wie Scia Engineer sinnvoll bearbeitet werden können. Der Mehrwert dieser Software lässt sich somit nicht nur direkt an der Effizienzsteigerung im Ingenieurbüro, sondern auch potentiell an den gesamten Herstellungskosten nachweisen.

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