SEBILI - Forschungs- und Produktionsgebäude - Potsdam, Deutschland

 

Entstehung des Projekts SEBILI

Der Name “SEBILI” setzt sich zusammen aus den Begriffen “SEHEN”, “BILD” und “LICHT”.

SEBILI ist ein innovatives optisches Nacht-Sicherheitssystem für Fahrzeuge. Das große Interesse aus der Automobilindustrie bestärkte den Entwickler und Hersteller des Systems in der Entscheidung zum Neubau der Forschungs- und Produktionsgebäude in Potsdam bei Berlin. Mit  Prof. Dr. Hasso Plattner (SAP) gewann SEBILI einen Investor, der das Unternehmen dabei unterstützt, SEBILI zur Marktreife zu führen.
Mit dem Design beauftragte man Dipl.-Ing. Christian Orth, Mannheim. Der erfahrene Architekt entwarf ein repräsentatives Bauwerk, dessen Design industrielle Sachlichkeit mit dem technologischen Führungs-anspruch des Unternehmens verbindet.
Das Gebäude erstreckt sich über eine Länge von 120 m bei einer Breite von 40 m. Die Höhe beträgt ca. 22 m. Architekt Orth gliederte das Bauwerk in drei Teile. Der  mittlere Teil, intern Teil 2, ist für Forschung, Verwaltung und die Geschäftsführung vorgesehen. Ein Hochregallager ist hier ebenfalls integriert. Flankiert wird Teil 2 von den zwei spiegelbildlich angeordneten Teilen 1 und 3. Hier befinden sich die Produktionsstätten des Unternehmens. Jeder der beiden Flügel ist 40 m lang.

Die Konstruktion

Teil 1 und 3 besitzen jeweils vier Geschosse und sind nicht unterkellert. Mit Ausnahme der Decken wurden die Gebäudeteile in Vollfertigteil-Bauweise errichtet. Die 28 cm starken Filigrandecken werden von Stützen in einem Raster von 5,75 x 5,70 m getragen. Die Stabilität der Konstruktion wird durch das Treppenhaus und die Außenwände gewährleistet.
Dem Büro Dipl.-Ing. Manfred Ratzke Beratender Ingenieur für Bauwesen oblag die gesamte Fertigteil¬planung inklusive Anfertigung der Montagepläne.

Teil 2 des Gebäudekomplexes ist unterkellert und besitzt fünf Geschosse. Im Gegensatz zu den flankierenden Gebäudeteilen kam hier eine Konstruktion aus Halbfertigteilen zum Einsatz. Einige Bauteile, wie z.B. die Decke des Eingangsbereichs und die Unterzüge, wurden in Ortbeton-Bauweise hergestellt.
Ein Raster von wandartigen Trägern trägt die Überbauung mit zwei Geschossen über einem Hochregallager ab. Dabei beträgt die Spannweite einiger Träger, die gleichzeitig die Außenwände des entstehenden Innenhofes bilden, ca. 26 m. Ein optisches Highlight der Konstruktion ist die freitragende Galerie des Eingangsbereichs. Jede der dort befindlichen Treppen besitzt ein Gewicht von 4.6 t. Erhaben unterstützt die Galerie den repräsentativen Gesamteindruck des Gebäudes.

Die Planung

Die Rohbauzeit des Projekts betrug von Dezember 2006 bis Juli 2007 nur sieben Monate. Da erst im November 2006 Klarheit über die verfügbaren Krankapazitäten bestand und Änderungswünsche umgesetzt werden mussten, wurden erst in diesem Zeitraum die statischen Berechnungen mit einem Umfang von etwa 1600 Seiten und ca. 950 Pläne angefertigt.

Alle Berechnungen und Pläne, eingeschlossen die Fertigteilpläne für die Heidelberger Zement Industrie wurden von Dipl.-Ing. Manfred Ratzke Beratender Ingenieur für Bauwesen angefertigt.

Verwendete Software

Die anspruchsvollen Aufgaben des Projekts konnten nur mithilfe effektiver Software erfolgreich erfüllt werden. Aus diesem Grund nutzt das Büro Dipl.-Ing. Manfred Ratzke Beratender Ingenieur für Bauwesen seit 1993 die Statikprogramme von FRILO in Verbindung mit den CAD- und BAMTEC®-Programmen von GLASER -isb cad-.

Bilder & Schirmen