Top 5 Punkte für die Integration von Statikmodellen in den BIM Prozess

Datum: 
Dienstag, 11 November, 2014
Region: 
International

Open BIM logo Für viele Statiker hat BIM jetzt einen Punkt erreicht, wo es viel mehr als nur ein Hype ist. BIM bringt deutliche Produktivitätssteigerungen und Qualität vom Design bis zur Konstruktion. Die Vorteile können in kleinen oder großen Projekten zu sehen sein, wie bei der kürzlich abgeschlossenen Louis Vuitton Foundation (von Frank Gehry), ein schönes Beispiel für BIM-fähige Zusammenarbeit über mehrere Teams und mehrere Länder.

Auf der anderen Seite werden Strukturen in 3D seit Jahrzehnten schon berechnet … wie passt nun Statiksoftware in einem offene BIM-Prozess?

Hier sind 5 wesentliche Aspekte für eine BIM Zusammenarbeit:

 

1. Zertifizierter IFC 2×3 Import und Export

IFC ist ein herstellerneutrales, ISO-Dateiformat, welches von allen führenden BIM-Softwareprodukten wie Scia Engineer, Allplan, ArchiCAD, Revit, Tekla oder Vectorworks und über 150 andere unterstützt wird. Building Smart ist für das IFC-Format verantwortlich und hat ein Zertifizierungsverfahren eingeführt, um eine hohe Abdeckung der Objekttypen mit einem hohen Maß an Qualität zu gewährleisten.

 

2. Strukturmodell Unterstützung

Die meisten Statikprogramme definieren ihr Modell mit Knoten, welche durch Systemlinien verbunden sind. Es ist im wesentlichen eine idealisiertes, vereinfachtes Modell mit dem Zweck, um die Belastungen und Verschiebungen der Struktur zu berechnen. Dieser Ansatz wird als „Analysemodell“ bezeichnet. Das „strukturelle“ (Referenz) BIM-Modell auf der anderen Seite, legt sehr viel komplexer Körper-Geometrien fest und stellt die reale Struktur mit Exzentrizitäten, Lücken, Schnitte usw. dar. Es ist offensichtlich, dass eine direkte Unterstützung dieses Strukturmodells in den Statikprogrammen eine viel besser Information dem Ingenieur ermöglicht und erleichtert gleichzeitig die Kommunikation.

 

3. Form Erkennung

Während die meisten Softwareprogramm einen rechteckigen Betonträger in der gleichen Weise schreiben, passiert es häufig, dass Objekte als „allgemeine Körper“ erkannt werden. Dies kann beispielsweise der Fall sein bei einem Brückenpfeiler oder einer Platte mit unterschiedlicher Dicke, etc. In diesen Fällen sind Werkzeuge erforderlich, welche diese 3D-Formen in äquivalente statisch berechenbare Elemente, wie Linearelemente mit einem Querschnitt oder Flächenebenen mit einer Dicke, konvertieren können.

 

4. Ausrichten / Verbinden Strukturmodell zu einem Analysemodell

Nach dem Import eines Referenzmodells, wird der Unterschied zwischen dem Strukturmodell und dem Analysemodell klar: die meisten Objekte sind noch nicht miteinander verbunden, es gibt Lücken oder falsche Ausrichtungen zwischen den Elementen. Um die Struktur zu berechnen, muss der Ingenieur zunächst prüfen, ob alles richtig ausgerichtet und angeschlossen ist. Um Ihre Produktivität zu steigern, sollte Ihre Statik-Software Sie mit speziellen Werkzeugen unterstützen.

 

5. API Links

In einigen Workflows kommt es vor, dass der Ingenieur das Analysemodell in der CAD-Anwendung (wie Revit oder Tekla) erstellt hat. Dann braucht man natürlich eine gute Schnittstelle mit spezifischen API Links, welche eine breite Anzahl von Objekten unterstützt und eine gut abgestimmte Querschnittstabelle zu den CAD Anwendungen hat.

Stimmen Sie diesen Punkten zu? Wie gut unterstützt Ihre Statik-Software diese Voraussetzungen?

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